Reise aus Österreich - Winter Reisenotizen … Schweiz 2006

Der Vierwaldstättersee

(engl. Lake Lucerne, franz. Lac des Quatre Cantons, it. Lago dei Quattro Cantoni/Lago di Lucerna, romanisch Lag Lucerna) ist ein von hohen Bergen umgebener, fjordartiger See in der Zentralschweiz (434 m ü. M., 114 km2, bis 214 m tief).

Der Vierwaldstättersee wird von der Reuss durchflossen; von deren Einmündung bis zum Ausfluss ist er 38 km lang. Er ist in mehrere Becken gegliedert: Luzerner Bucht, Küssnachter Bucht und Alpnachersee, die Buchten von Horw, Stansstad, Weggis, Buochs, Gersau sowie der Urnersee. Die Küstenlinie beträgt 115 km; das Einzugsgebiet ist 1831 km2 gross.

Die Reuss kommt als Bergfluss aus dem Gotthard-Massiv, bringt grosse Mengen Material aus den Bergen, Geschiebe, so hat sich die Delta inzwischen um 10 km weiter nördlich in den Urnersee verschoben. Der Reussgletscher hat am Ende der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahren den See hinterlassen, im Luzerner "Gletschergarten" erzählt eine anschauliche Dokumentation die Geschichte der Alpen, der Eiszeiten und ihrer Gletscher.

Im Bereich des Reussdeltas zwischen Flüelen und Seedorf wird der See teilweise wieder aufgeschüttet. So entstehen aus dem Ausbruchmaterial des Umfahrungstunnel Flüelen und des Gotthard-Basistunnel wieder Flachwasserzonen, die durch den Kiesabbau verschwunden sind.

1601 Erdbeben und Tsunami am Vierwaldstättersee

Das Erdbeben vom 18.9.1601 mit Zentrum in Unterwalden forderte angeblich acht Tote. Erschütterungen waren in der ganzen Schweiz zu spüren. Die durch das Erdbeben ausgelösten Rutschungen führten zu einer vermutlich bis zu 4 Meter hohen Flutwelle. Besonderes Interesse weckt der ausführliche Bericht des damaligen Luzerner Stadtschreibers Renward Cysat (1545-1614). In seiner Sammlung von Aufzeichnungen und Notizen, den so genannten Kollektaneen beschreibt er auf mehreren Seiten seine Beobachtungen. Zum Zeitpunkt des Erdbebens (nach 1 Uhr nachts) hielt sich Cysat in Arth auf. Er hörte "ein wild gethümmel und wäsen mitt rumplen und boldern nitt anderst dann alls ob ein halb dotzet starcker männern uff- und aneinandren mit streichen, schlägen, ringen und fechten gewachsen wärent und allso durch das gemach hin und wider mitt einandern umbher wutschtend". Auf dem Heimweg am nächsten Tag sah er, wie am Küssnachtersee Schiffe «ussgeworffen am gestad, by 50 guotter schritten wyt hindersich von dem ordenlichen uffer dannen und jn die höhe by zweyen hallenbarthen hoch oder meer obsich geschlagen befunden», also weit vom Ufer entfernt in einer Höhe von etwa 4 Metern über dem normalen Seespiegel. In Luzern schilderte man ihm, wie das Wasser der Reuss mehrmals versiegt und wieder zurückgekehrt sei, so dass man fast trockenen Fusses die Reuss habe überqueren können.

Unter Verwendung von

http://de.wikipedia.org/wiki/Vierwaldst%C3%A4ttersee
http://www.staluzern.ch/schaufenster/tsunami/home.html

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