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An einen genauen Zeitpunkt an dem meine erste Jugendzeit begann kann ich mich nicht erinnern, jedoch wurde ich durch mehrere „kleine“ Ereignisse immer selbständiger, erlangte mehr „Rechte“ und wurde auf mein weiteres Leben vorbereitet. Solche Ereignisse waren zum Beispiel die ersten Schularbeiten, die Radfahrprüfung, die es mir dann erlaubte mit dem Rad zur Schule zu fahren, und vor allem auch der Wechsel ins Gymnasium. Eine sehr wesentliche, auffällige Veränderung zwischen Kindheit und Jugendzeit war, dass das spielerische Lernen bedeutend reduziert wurde. Dadurch haben sich neue Lerntechniken entwickelt.
Neue Fragen und Probleme traten vor allem in Bezug auf Jungs auf. Schlagartig machte es plötzlich einen großen Unterschied mit welchem Geschlecht man seine Freizeit verbrachte. Man konnte nicht mehr so unbeschwert mit jedem reden, denn auf einmal wurde alles hinterfragt und man musste sich rechtfertigen. Aber auch unten den Mädchen bzw. Jungs wurden die Gruppenbildungen und Abgrenzungen wesentlich extremer als zuvor.
Meine Werte und Interessen haben sich generell nicht verändert, jedoch wurden sie stärker ausgeprägt bzw. auch etwas konkreter. Zum Beispiel war ich immer schon sehr sportlich und habe einige Sportarten ausprobiert. In meiner Jugendzeit habe ich im Gegensatz zur Kindheit vorwiegend Ballsportarten gewählt und mich verstärkt auf Teamsport konzentriert. Diesen habe ich dann auch leistungsmäßig betrieben und nicht wie früher vorwiegend aus Spaß und Spielerei. Verändert hat sich, dass vor allem abseits des Teamsports Zeit für mich bzw. auch Freizeitaktivitäten zu zweit oder in eher kleineren Gruppen sehr wichtig wurden.
In der Jugendzeit wurden Freunde sehr wichtig, da man sich von diesen mehr Verstanden fühlte, diese hatten die selben Probleme und Interessen und daher konnte man mit ihnen über alles reden. Jetzt im Nachhinein denke ich jedoch, dass auch meine Mutter eine wesentliche Rolle gespielt hat und vor allem in der ersten Jugendzeit ein Halt für mich war. Unbewusst war es ein sehr schönes Gefühl nach Hause zu kommen, jemand ist da und man konnte gleich das Erlebte erzählen und somit seinen Frust loswerden oder die Freude mit jemandem teilen, auch wenn der Wunsch nach Freiheit, Zeit und Raum für sich - ohne Eltern - immer mehr wuchs.